Datum: 19/08/2015

Herr Doktor, ich sehe überall Gawker

In der Rubrik Pressespiegel werde ich mich in unregelmäßigen Abständen mit deutschen Berichten zum Thema #GamerGate auseinandersetzen. Den Anfang macht heute „Unhappy Birthday, #GamerGate“ von Valentina Hirsch. Dieser Artikel war der Tropfen, der mein Fass zum überlaufen gebracht hat, weswegen es jetzt diesen Blog gibt. Die Journalistin arbeitet unter anderem für das 3sat-Magazin „Pixelmacher“, der Artikel ist allerdings auf ihrem persönlichen Blog erschienen.


 

Wenn ich beginne, einen deutschen Artikel zum Thema zu lesen, sorge ich dafür, dass sich meine Erwartungshaltung im negativen Bereich befindet, damit die Enttäuschung nicht zu groß ist. Valentina eröffnet mit einem klassischen Rohrkrepierer:

Worum es eigentlich ging (oder geht), fand ich am besten in diesem Gawker-Post zusammengefasst.

„Gawker“. Muss ich noch mehr sagen? Die Website, von der Mitglieder der „Society of Professional Journalists“ am Samstag in Miami gesagt haben, dass sie auf keinen Fall Inhalte von dort zitieren würden. Die Webseite, die vor wenigen Wochen den Bruder des Ex-Finanzministers der USA als schwul geoutet hat, weil sie es konnte? Die Seite die daraufhin von vielen Medienkollegen beschuldigt wurde, für Clickbait auf jeglichen Anstand zu verzichten?  Was als nächstes, Valentina, „Wie ihr sicher schon aus der „Gala“ wisst“?

Ein Anfang 20-Jähriger ist sich nicht zu blöd, nach dem Bruch mit seiner Freundin selbige öffentlich an den Pranger zu stellen. In einer Reihe von Blogposts beschuldigt er sie, ihn mehrfach betrogen zu haben.

Eron Gjioni beschuldigt Zoe Quinn nicht, ihn betrogen zu haben. Die geposteten Chatlogs zeigen eindeutig, dass sie die Seitensprünge zugegeben hat. Er stellt also fest, dass sie ihn betrogen hat. Wer den Zoepost selbst liest (was ich nach der Lektüre des Artikels für die Autorin bezweifle), sieht das es ihm nicht um Rache ging. Er sah, wie seine Ex-Freundin auf dem Weg war, von der Presse zu einer Heiligen gemacht zu werden und betrachtete es als nötig, der Welt etwas über das wahre Gesicht von Zoe Quinn (Künstlername) zu berichten. Andere Menschen zu warnen, bevor sie auf die gleichen Lügen hereinfallen. Wenn ein Fernsehprediger beim Seitensprung erwischt wird, steigen die Medien darauf ein, und die Menschen, die sich betrogen fühlen, machen ihrem Ärger Luft. Da schert das keinen. Die amerikanische Spielepresse wollte den Spielern Zoe als Galleonsfigur verkaufen und Eron hat die Luft aus dem Lügengebäude gelassen (Danke nochmal!).

Einige ihrer angeblichen Affären waren Games-Journalisten, so dass sich relativ fix eine Verschwörungstheorie bildete, sie habe sich gute Kritiken für ihr Spiel „Depression Quest“ erschleichen wollte.

Diesen Vorwurf lese ich immer wieder, vor allem in der wiederkäuenden Presse. Liebe Valentina, versuchen sie mal, in einem der Diskussions-Hubs der #GamerGate Unterstützer, diese These zu verbreiten. Das Nathan Grayson, der fragliche Journalist, mindestens drei wohlmeinende Artikel über seine Liebschaft geschrieben hat ist dagegen bewiesen. In einer so kleinen Szene wie bei den Independent Games macht Medienöffentlichkeit den Unterschied zwischen einem übersehenen Kleinod und einem Hit. Da reichen im Zweifel drei Artikel, über Quinn sind hunderte erschienen.

Spieler sind Säcke voll heißem Müll

Sie wurde daraufhin öffentlich beschimpft, bedroht, gestalked und floh aus ihrer Wohnung.

Dass es Menschen gibt, die gerade im Internet nicht in der Lage sind, Kritik und Beleidigung zu trennen ist aber bekannt? Das jeder, der mehr als 1000 Follower hat, auch Drohungen und Beleidigungen kriegt auch? Gut! Nicht dass ich den Hass und die ekelhaften Auswüchse im Fall Quinn gut heiße, aber der Umgang der Medien mit der Geschichte ist ein Grundkurs in Legendenbildung: Sie musste aus ihrer Wohnung fliehen… zu einem lang geplanten dreimonatigen Europaufenthalt mit ihrem Partner Alex Lifschitz („Spieler sind Säcke voll heißem Müll, die man aufs Rad flechten sollte“). Es hat Lifschitz auch niemand gezwungen, ihre Feier zum „Sieg über die Nerds“ am 8. September (zu Hochzeit der „Verfolgung“) zu twittern oder Fotos und Videos mit einer Cola-Dose mit dem Schriftzug „Gamer“ zu posten. Die beiden haben das Öl, ach was sag ich, denn Brennspiritus, selber ins Feuer geschüttet. Und daran verdient: Zoes Patreon ist inzwischen auf fast 4000 Mitleidsdollar monatlich angestiegen.

Ja nun. Ein Mensch ist kein Virus, vor dem man warnen muss. Vollkommen unerheblich, was zwischen diesen beiden Menschen wirklich ablief und wer wie viel Schuld auf sich geladen hat: Eigentlich geht das nur diesen beiden was an.

Man stelle sich einfach vor, die Frau eines Mannes, der in der Medienöffentlichkeit als kreativ, sozial engagiert und insgesamt als Vorbild dargestellt wird, veröffentlicht ein Interview, in dem sie die andauernden psychischen Verletzungen in der Beziehung der beiden öffentlich macht. Und Valentina, wie sie auf Twitter sagt: „Das geht doch keinen was an“. Wie viele Morddrohungen würde sie wohl kriegen (von den unzähligen Beleidigungen, die sie erwarten würden, ganz abgesehen)?

Die nachfolgende Debatte um ethische Standards im Games-Journalismus war denn auch eher heuchlerisch und wurde vor allem genutzt, um der Belästigung einer jungen Frau einen gewissermaßen seriösen Anstrich zu geben.

lynnwalsh

Schöne Behauptung, Valentina. Quellen? Gawker? Kotaku (also auch Gawker)? Leigh Alexanders Blog? Also genau jene Medien, mit denen sich #GamerGate im Clinch befindet. Journalismus geht anders. Blogging meiner Meinung nach auch. Wenn ich klar parteiliche Quellen vor mir habe, sollte ich mich auch mit der Gegenseite beschäftigen. Ich hoffe, diese laxe Arbeitsweise fließt nicht auch in gebührenfinanzierte Programme ein.

Nun dürfte es verschiedentlich tatsächlich kritikwürdige Verbindungen zwischen Journalisten und Industrie geben, die legitimerweise anzuprangern sind: Diese Problematik ist bedauerlicherweise in keinem Bereich des Journalismus ein neues oder unbekanntes Problem – im Sport zum Beispiel. Der vorliegende Fall ist aber so ziemlich der allerletzte, der dazu herangezogen werden darf. Um ausgerechnet die eher unbekannte Indie-Entwicklerin Zoe Quinn mit ihrem alles andere als AAA-Spiel als die Spiele-Industrie wahrzunehmen, muss man schon einen IQ unterhalb normaler Raumtemperatur haben.

And diesem Absatz ist praktisch alles falsch. Erstens „dürfte“ es die Verbindungen nicht geben, es gibt sie im Fall der amerikanischen und britischen Spielepresse bewiesenermaßen, das ist nicht erst seit SPJ Airplay klar. Zweitens  wäre „es ist halt wie es ist“ für einen Journalisten in meinem Fernsehsender ein Grund für ein Gespräch über Perspektivenwechsel. Drittens: Der Fall „darf“ nicht herangezogen werden? Was ist das für eine Argumentation? Die Polizei sollte Fällen von Körperverletzung nicht nachgehen, solange es auch Morde gibt?  Viertens: Es geht #GamerGate um „Ethik im Spielejournalismus“, nicht um Ethik in der „Spieleindustrie“. Und Graysons Arbeitgeber Kotaku ist unter den Websites mit der größten Reichweite weltweit in diesem Bereich. In diesem Zusammenhang wird oft davon gesprochen, dass Zoe Quinn der „Franz Ferdinand“ des #GamerGate-Konflikts war. Eine eigentlich eher unbeteiligte Person, ein Auslöser, eine Nebenrolle. Das sie sich dafür soviel Beleidigungen und Beschimpfungen anhören musste ist bedauernswert. Allerdings provoziert sie bis heute immer dann wieder die Unterstützer des Hashtags, wenn es ihr opportun erscheint, ansonsten würde inzwischen wahrscheinlich niemand mehr über sie reden.  Wahrscheinlich ist das ihr schlimmster Albtraum.

Der Vorwurf, AAA-Korruption würde GamerGate nicht interessieren ist auch schon ein Jahr alt, aber immer noch falsch. Das Problem ist, Konzerne verhalten sich ungleich schlauer als die Dilletanten in der Presse. Und wäre es nicht der Job der Journalisten an der Quelle, so etwas aufzudecken?

Im Blogeintrag von Frau Hirsch folgen dann zwei Absätze über den Artikel „Wie Hatespeech das Netz veränderte – und das Netz Hatespeech“ von nerdcore.de. Da ich den selber noch auf der Warmhalteplatte habe, erspare ich dem geneigten Leser die Hipster Poesie mit Perlen wie:

A Shithole formerly known as Netz-Diskurs.

Vorerst.

Megaphon-Chan

Innerhalb der kritisierten amerikanischen Gaming-Presse reagierte man auf die ganze Sache mehrheitlich mit Kopfschütteln. Das resultierte in Artikeln wie dem von Leigh Alexander mit dem Titel „Gamers are over„. Im Grunde geht es darum, dass die Menschen, die heute spielen, keine so homogene Gruppe mehr sind, wie sie das vielleicht mal war. Ein bisschen hilflos-verzweifelt wirkt der Tonfall von Leigh Alexander allerdings schon, denn wenn man sich mit seiner Zielgruppe auseinandersetzt, könnte einem das schon vorher aufgefallen sein.

Hilflos verzweifelt? „Stumpfsinnige Kackschleudern“ hört sich für mich eher nach hirnlos aggressiv an. Außerdem ist „reagierte“ in diesem Zusammenhang das falsche Wort. Man führte einen Plan aus, der so schon seit über einem Jahr in der Schublade lag. In ihrem „Offenen Brief an die Spielemedien“ hatte die bekennende Männer-Hasserin Samantha Allen den Plan schon 2013 dargelegt:

Ihre werdet eure Leser verärgern, wenn ihr diesen Standpunkt [die Spielemedien müssten diversifiziert und gegendert werden] einnehmt. Manche von ihnen werden eure Seite verlassen. Bei einigen ist die Drohung, für immer zu gehen nicht einmal eine leere. NeoGaf und Reddit werden euch auch kritisieren. 4Chan wird die gleichen hässlichen Threads über euch machen, die sie über mich und meine Freunde machen.

Macht es. Schreckt sie ab. Trefft jetzt die Entscheidung, dass sie eure Zeit nicht wert sind und das die Werbegelder, die ihr an ihnen verdient, die vergiftete Atmosphäre, die sie erzeugen nicht aufwiegt. Sie sind es nicht wert, das eure Seiten weiterhin für Menschen, die keine weißen Männer sind, als unsichere Orte gelten.

Man hat sich von einer Gender-Extremistin einen Aktionsplan verkaufen lassen und ihn ausgeführt. Nur leider hat Samantha Allen bei den Berechnungen des Widerstands wohl falsche Zahlen gehabt…

Dann kommt endlich mein Lieblingssong: „Wenn alle Menschen Gamer sind, ist’s keiner“. Gähn.

Es gibt ihn nicht mehr, DEN GAMER. Daran müssen sich wohl viele erst gewöhnen und zwar offenbar Journalisten ebenso wie Menschen, die mehr oder weniger viel spielen. Man spricht ja auch nicht von DEN LESERN oder DEN MUSIKFANS. Das macht schlicht keinen Sinn, weil sich nun mal jeder für etwas anderes interessiert.

Ja, so wie es den Opernkenner nicht gibt, den Angelexperten, den Fussballfan, die Leseratte, den Metaler, den Fitness-Fanatiker… reicht? OK. Wenn alle schreiben, gibt es dann noch Journalisten? Ich hör ja schon auf.

Nur eines sollten wir alle nicht tun: Uns den Mund verbieten und das Internet wegnehmen zu lassen. Von keinem Troll und keiner Zensurbehörde, von keinem Groß-Unternehmen und keiner Lobby-Gruppe, von keinem Gamergator und keinem sonstigem Halbhirn.

Genau! Wir lassen uns den Mund nicht verbieten, von keiner Bloggerin, von keinem recherchefaulen Journalisten und von keiner engelsgleichen Leitfigur mit Leichen im Keller. Nett auch das „und sonstige Halbhirn“, hatte hier nicht ein paar Absätze oben noch jemand gejammert, weil Menschen im Netz böse Sachen zueinander sagen?Aber dieses „zweierlei Maßstäbe“-Ding zieht sich ja durch die ganze Diskussion. Weil Gegner des Hashtags glauben, sie wüssten es besser als die „GamerGators“ und sich im Besitz der unveräußerlichen, von Gott direkt verliehenen Wahrheit wähnen, fallen ihnen ihre eigene Doppelzüngigkeit und Heuchelei gar nicht mehr auf.

Besonnene, kluge Anmerkungen? You are welcome.

Übersetzung aus dem Besserwisserischen: Wer mir zustimmen will, kann das in den Kommentaren gerne tun.

 

 

Uninformiert, ideologisch offenbar voll auf Linie und bereit die Wahrheit hier und da zu beugen, um die persönlichen Vorurteile aufrecht zu erhalten. Traurig. Vor allem wenn es von einer Journalistin kommt.

 

 

 

 

 

 

 

 

In Devin Wilsons Kopf – Teil 2

‚CandyCrush‘ ist total hardcore!

In dieser Artikelreihe beschäftige ich mich mit dem Artikel ‚A Guide to ending Gamers‘ (‚Eine Anleitung wie man das Ende der Gamer herbeiführt‘) von Devin Wilson. Wilsons Artikel, am 28. August 2014 auf Gamasutra erschienen, war Teil des Medienblitzkriegs mit dem Tenor ‚Gamer sollten nicht mehr die primäre Kundschaft der Spieleindustrie sein‘. 16 Artikel innerhalb von wenigen Tagen sollten das Ende der ‚hyperkapitalistischen‘ Gamerkultur besiegeln und Wilson (er arbeitet an seinem Doktor in Medienwissenschaften) wollte offensichtlich das Manifest für diesen Putsch schreiben.

Er arbeitet sich in achtzehn Punkten durch die ideologische Basis dieser feindlichen Übernahme und ich werde mich Punkt für Punkt (wenn auch nicht in Wilsons Reihenfolge) mit den Vorschlägen beschäftigen, die er seinen Kollegen in der Spieleindustrie macht. Weiter geht es heute mit Punkt 8: Casual contra Hardcore. Hier Wilsons Text:

8. Wir werden die Einteilung in Hardcore und Casual los. Diese Einteilung ist kompletter Müll und kommt nur aus drei Gründen zur Anwendung: 1) Um sich anderen überlegen zu fühlen, 2) sich in tragischer Weise den ungerechten Hierarchien des Spiels zu unterwerfen oder 3) um Produkte zu verkaufen (was effektiv die beiden anderen Punkte noch verstärkt). Nebenbei was ist eher ein ‚Gelegenheitsspiel‘: Wenn man ein Mobile Game über Jahre spielt um es zu meistern oder wenn man den Samstag damit verbringt sich den neuesten Mordsimulator zu kaufen und durchzuspielen, von dem du überzeugt bist, dass du ihn spielen musst?

Wenn ich die Zitate fertig übersetzt habe, sitze ich immer einen Moment da und schüttle den Kopf, genauso wie vor einem Jahr, als ich sie zum ersten Mal gelesen habe. Wieder kommt das bekannte Lied ‚Wenn alle Menschen Gamer sind, ist’s keiner‘ zur Aufführung. Wilson übersieht allerdings, dass es den Gegensatz zwischen leidenschaftlichen Fans und peripher interessierten Menschen praktisch in jedem Feld gibt. Niemand würde sich dazu versteigen, jemand einen Filmfreak zu nennen, weil er sich jeden Sonntag den ‚Tatort‘ anschaut. Der eine investiert seine Freizeit zu großen Teilen in sein Hobby, besucht Festivals, liest Magazine und kann Sergej Eisenstein von Michael Bay unterscheiden. Der andere schaltet Sonntags seinen Fernseher ein und schaut sich einen Film an, ohne auch nur über den Regisseur oder das Drehbuch nachzudenken.  Weil alle Menschen jetzt Auto fahren gibt es keine Autonarren mehr? John Cleese würde Devins Äußerung zweifellos als: ’symbolisch für sein Ringen gegen die Realität‘ bezeichnen.

Verfestigen toxische Hierarchien: Autonarren. Foto: gamergateblog.de

Verfestigen toxische Hierarchien: Autonarren. Foto: gamergateblog.de

Allerdings habe ich bisher nicht bemerkt, das sich CasualGamer irgendeiner Form von Hierarchie hätten unterwerfen müssen. Ich wage sogar zu behaupten, das es den typischen ‚CandyCrush‘-Spieler – genau wie den ‚Tatort‘-Gucker – nicht einmal interessiert das es da draußen Filmfreaks oder Hardcore-Gamer gibt. Oder das Devin Wilson einen heiligen Kreuzzuug anführt, um ihn aus der Knechtschaft derselbigen zu befreien. Er oder Sie wird einfach weiter ‚CandyCrush‘ spielen und ‚Tatort‘ schauen. Die Hardcore-Gamer kümmern sich derweil um Spiele wie ‚Darksouls 2‘ und fühlen sich dabei ein kleines bisschen überlegen, wie der Filmfreak, der eine Anspielung entdeckt hat, die dem Rest des Kinos entgangen ist. Und wem wird dabei weh getan? Niemandem. Außer vielleicht Devin Wilsons Gefühlen. Damit kann ich leben.

Die Konsum-Komponente kommt ebenfalls in fast jedem Bereich des täglichen Lebens zum tragen – ich könnte wetten, dass Mr.Wilson – wie jeder gute Hipster – seine Theorien auf einem Gerät der Firma Apple tippt (um das Klischee zu vervollständigen muss er dabei aber noch zwingend einen Pumpkin-Latte-Frappucino trinken). Dieser Themenkomplex bekommt in einem der nächsten Teile dieser Serie noch seinen Platz im Rampenlicht.

Dann wäre da noch der ‚Mordsimulator‘. Wieder lugt hinter dem dünnen Mäntelchen aus ‚Spiele müssen erwachsen werden‘ die hässliche Fratze der Zensur hervor. Wer die Unterhaltungsformen anderer Menschen selbstherrlich mit solchen Floskeln versieht zeigt meiner Auffassung nach kein Bestreben eine Kulturform zu bereichern. Er zeigt das gleiche Unverständnis wie die Kriegsgeneration beim Anblick von Elvis‘ Hüftschwung. Und diesem Unverständnis ist bisher immer der Ruf nach einem Verbot gefolgt.

Abschließendes Urteil: Ich werde das sofort auf meiner unsichtbaren Schreibmaschine protokollieren!

Im nächsten Teil befasse ich mich mit Punkt 2: Wir hören auf jene, die weniger privilegiert sind als wir.

 

 

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